Der Begriff Naturkosmetik ist weder klar definiert noch in irgendeiner Form geschützt. Dennoch wollen (und sollen) Verbraucher auf einen Blick erkennen, wie es mit der natürlichen Qualität von Kosmetikprodukten aussieht, ob der Begriff Naturkosmetik auch hält, was er verspricht. Hersteller wollen sich und ihre Produkte abgrenzen gegenüber Kosmetik, die mit Natürlichkeit wirbt aber auch synthetische Inhaltsstoffe aufweist.
Hierzu gibt es mehrere freiwillige Prüfsiegel für Naturkosmetik, die sicherstellen, dass es sich um echte naturkosmetische Qualität handelt. So weit, so gut. Doch sowohl Hersteller und Handel als auch Verbraucher sehen sich in einem Dschungel von naturkosmetischen Standards und Labels, in dem die Orientierung schwer fällt:
Da sind einmal die nationalen Gütesiegel wie z.B. BDIH in Deutschland, Ecocert in Frankreich, ICEA in Italien oder Soil Association in Großbritannien. Daneben, seit einigen Jahren verstärkt angestrebt, internationale Standards wie z.B. NATRUE oder auf europäischer Ebene Cosmos. Damit noch nicht genug, gibt es bei vielen Standards verschiedene Anforderungsniveaus, die auch verschieden gelabelt werden.
Die Frage, die jedes Gütesiegel, jedes Label beantworten muss ist: "wofür steht Naturkosmetik?" - Welche Rohstoffe sind erlaubt, auf welche muss verzichtet werden, welche Rolle spielen Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau, welche chemischen Prozesse in der Rohstoffherstellung sind erlaubt, welche Konservierung ist zulässig, wie ist der Einsatz tierischer Rohstoffe geregel, werden Angaben zu umweltverträglicher Verpackung gemacht....? Es ist also leicht nachzuvollziehen, dass es Unterschiede gibt zwischen den einzelnen Gütesiegeln, dass einzelne Kriterien unterschiedlich gewichtet werden.
Die einzelnen Gütesiegel setzen jeweils einen Rahmen, der eingehalten werden muss. Für den Verbraucher sind sie in jedem Fall ein Signal: hier handelt es sich um echte Naturkosmetik!
So ist unsere Feuchtigkeitscreme Florentinische Schwertlilie nach den Richtlinien für Kontrollierte Naturkosmetik des BDIH (Bundesverband deutscher Industrie- u. Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren, Nahrungsergänzungsmittel u. Körperpflegemittel) geprüft und zertifiziert. Diese Richtlinie legt den Einsatz haut- und umweltfreundlicher Rohstoffe in Naturkosmetik fest. Von den rund 6000 für Kosmetik von der EU erlaubten Inhaltsstoffen sind unter diesem Label lediglich etwa 600 Stoffe zugelassen.



